Yoga

Für uns ist Yoga ein wichtiges spirituelles Werkzeug, das uns lehrt stetig in Verbindung zu gehen: mit uns selbst, mit unserer Atmung und mit der Ganzheit des Seins. Das Wort “Yoga“ bedeutet “Verbindung“ – die Verbindung die wir dabei eingehen ist vor allem die mit unserem höchsten Selbst, dem jetzigen Moment, dem lichtvollen Funken der in jeder Lebensform brennt.

Besonders in diesen Zeiten in denen so vieles in Veränderung ist und die Welt um uns herum sich immer schneller zu drehen scheint ist es von großer Wichtigkeit nach innen zu spüren und zur Ruhe zu kommen, damit wir wahrnehmen können was wirklich wichtig ist – nur so können wir selber zu Instrumenten des friedlichen Wandels auf der Erde werden. Diese Veränderung muss von innen kommen. Eine Übersetzung für das Wort “Asana“, der im Yoga oft benutzt wird um eine physische Haltung zu beschreiben, ist “Sitz“ – der traditionelle Sitz der Yogis war und ist heute immer noch am Boden, mit direktem Kontakt zur Erde. Daraus kann man also ableiten, dass wir durch Asana uns mit der Erde verbinden. Die ersten Yogis haben vor langer Zeit schon erkannt dass die Verbindung zur Erde uns nährt, Halt gibt und uns mit Lebensenergie und Freude beschenkt. Wie Sharon Gannon (Gründerin von Jivamukti Yoga) so schön sagt, sind mit Erde aber nicht nur die Wiesen, Wälder, Berge und Täler, das Wasser das wir trinken und die Luft die wir atmen gemeint, sondern die Erde beinhaltet auch alle Wesen – Tiere, Pflanzen und Menschen. In dem wir uns also mit der Erde verbinden, verbinden wir uns und verbeugen uns vor der Ganzheit des Seins. In Patanjali’s Yogasutra sthira sukham asanam (Y.S.II:46) erläutert er weiter, dass dieser Sitz und die Verbindung zur Erde kraftvoll, stabil (sthira) und gleichzeitig freudvoll und voller Leichtigkeit (sukham) sein soll. Als AcroYogi würde ich gerne noch „verspielt“ hinzufügen :-). Für uns ist beim Yoga nicht die Form das Entscheidende, sondern das Gefühl.

Wir leben in einer Zeit in der diese jahrtausendealte Kunst eine neue Blüte erlebt. Nie zuvor war Yoga so lebendig, vielseitig und präsent auf der Welt. Die letzten Jahrzehnte haben die unterschiedlichsten Stile, zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse hervorgebracht. Wir bewundern in all diesen Variationen die Schönheit die sie hervorbringen und genießen es selber, je nach Tagesform, Wetter und Jahreszeit in den Genuss von einer sanften YinYoga Stunde bis zur einer herrausfordernden Prana Flow Praxis zu kommen. Dieser Wertschätzung für die Vielfalt im Yoga findet sich auch in unser Unterrichtsstil wieder.

Für uns ist Yoga erst dann als Werkzeug richtig kraftvoll, wenn sie mit einer Grundhaltung der bedingungsloser Liebe uns selbst gegenüber praktiziert wird – dann werden sich die positiven Wirkungen voll entfalten können. So kann uns Yoga helfen uns selber und andere so anzunehmen wie wir sind und diese positive Grundhaltung nicht nur auf der Matte, sondern vor allem in unserem Alltag zu kultivieren.

 

Vinyasa Flow Yoga

Vinyasa Flow ist eine dynamische Form des Yogas in dem die Asanas durch die Atmung zu einem fließenden Tanz verbunden werden. ”Vi” bedutet in besonderer Weise, ”Nyasa” das legen, setzen, stellen, platzieren und ”Flow” steht für den Bewegungsfluss. Im Vinyasa Flow werden die einzelne Übungen wie auf einer Perlenkette sinnvoll aneinander gereiht, und die Atmung ist der Faden der alles verbindet. Dabei öffnen und stärken wir den Körper progressiv. Wir kommen in unsere Kraft, werden flexibler und entspannter und Balance und Konzentration werden gefördert. Die Atmung lenkt unsere Aufmerksamkeit nach innen, so dass die Praxis uns ganzheitlich berührt. Wir benutzen die Praxis als Transformationswerkzeug und lernen neugierig unserem Körper zuzuhören, um Bewusstsein und Frische in jede Zelle einzuladen. Neben den Asanas sind die Meditation, einfache Pranayamas (Atemübungen) und Mantra (Gesang) essenzielle Teile des Unterrichts.